Diese Hansestädte sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert

Zuletzt aktualisiert am 17. März 2026

Wer heute die Bezeichnung „Hansestadt“ hört, hat sicherlich eine Küstenstadt wie Hamburg oder Lübeck vor Augen. Daher trauen viele Dortmunder ihren Ohren kaum, wenn sie hören, dass auch ihre Heimatstadt einmal ein Mitglied des Hansebundes war. 

Bereits im 10. und 11. Jahrhundert trieben Dortmunder Kaufleute im gesamten Ostseeraum Handel. Bis weit ins 13. Jahrhundert nahm die heute neuntgrößte Metropole Deutschlands eine wichtige Rolle in der Hanse ein – und das obwohl sich Dortmund nicht einmal in der Nähe eines Meeres befindet. Auch den größten Kanalhafen Europas, für den die Stadt inzwischen international bekannt ist, gab es damals noch nicht. 

Da Gemeinsamkeiten verbinden, lohnt sich für viele Dortmunder natürlich ein Blick auf andere Hansestädte, die zu einem spannenden Städtetrip einladen. Ein paar davon werden in den kommenden Abschnitten ein wenig besser beleuchtet:

1. Lübeck – das Herz der deutschen Marzipanherstellung

Marzipan gehört heute zu den beliebten Leckereien in der Weihnachtszeit. Was nur wenige Naschkatzen wissen: Einst handelte es sich dabei nicht nur um eine köstliche, sondern auch um eine kostbare Süßigkeit. Denn die beiden Hauptzutaten, aus denen Marzipan besteht – Mandeln und Zucker – waren lange Zeit teuer und schwer zu beschaffen.

Die deutsche „Marzipanhauptstadt“ Lübeck gründete sogar einen Teil ihres Reichtums auf der süßen Sünde. Diese findet sich bis heute überall in der Stadt – hauptsächlich natürlich in den Süßwarengeschäften. Wer darin übrigens nicht nur Naschwerk kaufen möchte, sondern sich dafür interessiert, was man aus Marzipan alles machen kann, sollte einen Blick ins Niederegger Marzipanmuseum werfen.

Allerdings ist Lübeck nicht nur für sein Marzipan bekannt. Viele Urlauber zieht es in den Stadtteil Travemünde mit seiner historischen Seebadkulisse. Von einem Hotel in Travemünde erreicht man die malerische Promenade und den schneeweißen Ostseestrand bequem zu Fuß. Dabei passiert man übrigens auch den ältesten Leuchtturm Deutschlands. 

2. Hamburg – das Tor zur Nordsee und zur Welt

Zu den bekanntesten Hansestädten in Deutschland gehört sicherlich Hamburg, die Perle an der Elbe. Von Dortmund trennen das beliebte Urlaubsziel rund vier Fahrstunden. Dennoch lohnt sich ein Wochenendtrip ans Meer, denn Hamburg hat Besuchern so einiges zu bieten.

Wer über Anbieter wie CozyCozy ein Hotel in der Hafenstadt bucht, erreicht viele der berühmten Sehenswürdigkeiten bequem per pedes. So sind die Speicherstadt und die Elbphilharmonie keine 15 Minuten zu Fuß voneinander entfernt. 

Ein Tipp für alle, die Hamburg einmal von oben sehen wollen: Auf der „Elphie“ gibt es eine öffentliche Aussichtsplattform, die sogenannte Plaza. Zu erreichen ist sie über die längste Rolltreppe Westeuropas. 

Hat man nach einem Spaziergang am Hamburger Hafen noch nicht genug vom maritimen Flair, lohnt sich ein Besuch im Maritimen Museum der Stadt mit seinen neun spannenden Themendecks.

3. Stralsund – das Zuhause des größten Aquariums Deutschlands

Wie sieht eigentlich die Unterwasserwelt in der Ostsee aus? Dortmunder, die sich diese Frage stellen, sollten einen Besuch in Stralsund mit seinem berühmten OZEANEUM einplanen. Ein besonderer Blickfang sind hier die lebensgroßen Walmodelle, die Besucher bequem im Liegestuhl während einer Lichtshow bewundern können.

Neben der historischen Altstadt gehört der Stralsunder Hafen zu den Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Hier befindet sich mit der Gorch Fock I das sicherlich berühmteste Museumsschiff Deutschlands. Das restaurierte Segelschiff aus dem Jahr 1933 ist seit seiner Rückkehr aus der Werft 2024 für Gäste wieder zugänglich.

Übrigens ist Stralsund über die große Rügenbrücke direkt mit der größten Insel Deutschlands verbunden. Nur rund eine Fahrstunde trennen Urlauber daher von Rügener Highlights wie dem Nationalpark Jasmund mit den Kreidefelsen oder dem Dinosaurierpark.

4. Bremen – die Heimstatt der Stadtmusikanten

Esel, Hund, Katze und Hahn sollen sich laut einer Geschichte der Gebrüder Grimm in Bremen zusammengetan haben, um gemeinsam zu musizieren. Als Hommage an das Märchen, das die Hansestadt bundes- und weltweit berühmt machte, thronen die vier Stadtmusikanten seit 1953 als Bronzeskulptur im Herzen Bremens.

Neben dem Wahrzeichen der Hafenstadt hat diese vor allem historische Sehenswürdigkeiten zu bieten – vom Marktplatz mit dem Bremer Rathaus bis zum Schnoorviertel mit seinen malerischen Gässchen. 

Die maritime Geschichte der Stadt erzählt übrigens das sogenannte Übersee-Museum. Hierbei handelt es sich um eine einzigartige Sammlung, die sowohl Bremens Handelsgeschichte als auch Themen wie Naturkunde und Ethnologie beleuchtet.

Foto von Stock Birken auf Unsplash

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