Zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2026
Heutzutage lassen sich eine Unzahl an Beauty-Produkten finden. Diese reichen von einfachen Mitteln bis hin zu Produkten für eine mehrstufige Routine. Dagegen hat sich inzwischen ein neuer Trend entwickelt, der sogenannte Minimalist Skincare. Dieser Ansatz basiert darauf, dass die Haut weniger verschiedene Stoffe dafür, aber mehr von den richtigen Wirkstoffen benötigt. Gerade für diejenigen, die sich eine einfache Körperpflege wünschen, ist der minimalistische Ansatz ideal und er bietet eine stressfreie Alternative.
Was steht hinter der minimalistischen Körperpflege?
Minimalist Skincare steht nicht dafür, die Pflege zu verringern. Stattdessen geht es darum, dass in den Produkten weniger verschiedene Wirkstoffe vorhanden sind. Sie konzentrieren sich auf die Stoffe, die die besten Effekte bringen und halten deren Konzentration hoch. Damit bekommt die Haut genau das, was sie benötigt, nicht mehr und nicht weniger. Der Ansatz verbindet drei Prinzipien:
· Qualität über Quantität: Statt zehn oder mehr mittelmäßiger Produkte nutzen Anwender nur eines bis drei, die wirklich wirken.
· Einfachheit: Anstatt umständlicher Eigenbehandlungen gibt es eine einfache Pflegeroutine, die in jeden Alltag passt.
· Zielgerichtet: Jedes Produkt hat einen klaren Zweck und erfüllt diesen wie vorgesehen.
Wie sieht eine minimalistische Körperpflege nach diesem Prinzip aus:
| Kategorie | Funktion | Häufigkeit |
| Reinigung | Entfernt Schmutz, Schweiß, Talg | Täglich |
| Feuchtigkeitspflege | Feuchtigkeitsspendend und schützend | Täglich |
| Peeling | Entfernt abgestorbene Zellen | Ein- bis zweimal pro Woche |
Diese Schritte sind alles, was eine effektive Körperpflege braucht.
Warum ist weniger oft mehr?
Der Ansatz des Weniger-ist-Mehr ergibt sich aus diesen Vorteilen:
Die Selbstregulierung der Haut
Unsere Haut ist in der Lage, sich selbst zu regenerieren. Zu viele Produkte mit zu vielen Wirkstoffen können die natürliche Balance stören. Damit wird die Haut abhängig von der Pflege und kann sich nicht mehr selbst regenerieren.
Eine minimalistische Routine gibt der Haut den Raum, den sie benötigt. Damit reguliert sie sich selbst und erhält dafür die Stoffe aus den Pflegeprodukten, die sie benötigt. Das stabilisiert den Säureschutzmantel, normalisiert die Talgproduktion und verstärkt die Hautbarriere.
Das Risiko für Irritationen
Je mehr Stoffe auf die Haut gelangen, desto höher ist das Risiko, eine Hautirritation auszulösen. Diese reichen von einfachen Irritationen und Unverträglichkeiten bis hin zu ausgewachsenen Allergien. Eine Routine, die auf weniger Inhaltsstoffe setzt, macht das Risiko sehr viel kleiner.
Menschen, die über eine empfindliche Haut verfügen oder an Hauterkrankungen leiden, profitieren am meisten von dem minimalistischen Ansatz. Weniger Duftstoffe und Konservierungsmittel sind einfach zugleich auch weniger potentielle Reizstoffe und damit weniger Stress für die Haut.
Zeit und Kosten
Eine Pflegeroutine, die sich auf wenige Produkte konzentriert, spart Zeit und Geld. Anstatt jede Menge Produkte in einer langen Abfolge von Handgriffen aufzutragen, geht alles in einem Durchgang, einmal am Morgen und einmal am Abend. Das erleichtert es auch erheblich, eine Pflegeroutine konsequent durchzuhalten.
Nachhaltigkeit
Weniger Produkte machen auch die Umwelt glücklich. Es fällt weniger Verpackungsmüll an und es werden weniger Ressourcen verbraucht. Gerade Marken wie BODIQ, die auf Clean Beauty setzen, kombinieren minimalist Skincare mit nachhaltiger Produktion, so dass ein doppelter Gewinn für die Umwelt und die Haut entsteht.
So gelingt der Einstieg in die minimalistische Hautpflege
Hier sind ein paar praktische Tipps, die den Einstieg in die minimalistische Hautpflege erleichtern:
Ausmisten mit System
Wahrscheinlich ist bereits ein Sortiment an Körperpflegeprodukten vorhanden. Wird dieses wirklich regelmäßig genutzt? Steht es vielleicht schon seit langem eher ungenutzt herum? Jetzt wird es Zeit, die abgelaufenen und die ungenutzten Produkte, sowie die, die für die neue Pflege überflüssig sind, loszuwerden.
Langsam umstellen
Wurde bereits tatsächlich über Monate hinweg mit umfangreichen Pflegeroutinen gearbeitet, sollten diese langsam umgestellt werden. Damit kann sich die Haut an die neue Skincare gewöhnen. Dabei sollten die verwendeten Produkte einfach weiter genutzt und sobald sie aufgebraucht sind, durch neue, hochwertige Produkte ersetzt werden.
Multitasker einsetzen
Es ist besser, weniger Produkte zu verwenden, die mehrere Funktionen erfüllen, als viele Produkte, die immer nur einen Effekt aufweisen. Eine gute Körperlotion pflegt auch gut die Hände und ein gutes Duschgel fungiert auch als ein guter Rasierschaum.
Geduld mitbringen
Die Haut muss sich auf die neue Routine umstellen. Daher sind die ersten Ergebnisse erst in 4 bis 6 Wochen zu erwarten. Erst danach sollten weitere Änderungen vorgenommen werden.
Fazit: Einfachheit ist richtig
Minimalistische Hautpflege für den Körper ist keine Einschränkung. Vielmehr ist sie eine Befreiung von der Überflutung mit zu vielen Produkten und Wirkstoffen und zu komplizierten Routinen. Stattdessen spart sie Zeit und Geld und bringt eine umfangreiche Wirkung für die ganze Haut.
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